Gefahr der Bevölkerung durch Pit Bulls

Einige Pit Bulls sind in der Tat gefährlich.

Man kann in drei Gefahrenstufen unterscheiden.

Die niedrigste Gefahrenstufe für die Bevölkerung haben wohl die Pit Bulls die für Hundekämpfe genutzt werden.

Diese Hunde werden nicht sozialisiert und grausam hart trainiert und auf Artgenossen abgerichtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie jemals auf die Bevölkerung treffen ist schwindend gering.

Vom Welpenalter an werden sie isoliert in Zwingern oder angekettet gehalten, bis sie im Pit beim Hundekampf sterben. Niemand von uns wird diese Hunde je zu Gesicht bekommen.

Sollten diese Hunde es schaffen zu entfliehen, werden sie mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Aggression gegenüber Menschen zeigen.

Gerade im Hundekampf Milieu wird darauf geachtet, dass sich die Hunde nicht gegen die Menschen richten, denn während eines Hundekampfs müssen die Hunde zwischendurch hochgenommen werden und sie können nicht einer der drei Personen attackieren die sich während des Kampfes mit im Pit befinden.

Die zweite Gefahrenstufe für die Bevölkerung geht von Pit Bulls aus die zur Einschüchterung angeschafft wurden.

Die Ohren der Hunde werden beschnitten um den Hund ein gefährlicheres Aussehen zu verleihen. Es handelt sich meistens um unkastrierte Rüden, die über Jahre isoliert ohne soziale Kontakte im Hintergarten, im Zwinger oder angekettet gehalten werden.

Zuneigung, körperliche Auslastung, Kontakt zu Artgenossen und Training bleibt ihnen verwehrt. Besitzer dieser Pit Bulls haben zumeist Vorstrafen aufgrund häusliche Gewalt, Drogenbesitz etc.

Sie erfüllen das Klischee das wir von einem typischen Pit Bull Besitzer haben. Es ist davon auszugehen, dass diese Hunde aufwachsen mit Tritten und Schlägen. Im schlimmsten Fall wurden sie bewusst auf Menschen abgerichtet.

Entflieht ein Pit Bull aus diesem Umfeld ist jeder der auf diesen Hund trifft in potenzieller Lebensgefahr.

Unabhängig von der Rasse geht ein erhöhtes Risiko von Hunden aus, die unter solchen Bedingungen gehalten werden.

Allerdings richtet ein Biss von einem Pit Bull oder einem deutschen Schäferhund einen größeren Schaden an, als von einem kleinen Hund.

Die größte Gefahr für die Bevölkerung geht von Pit Bull Besitzern aus, die sich mit dem Sozialverhalten von Hunden und den Bedürfnissen von Pit Bulls nicht auskennen.

Pit Bulls gehören nur in die Hände von Besitzern die ihren Hund mit liebevoller Konsequenz erziehen, auslasten und früh sozialisieren.

Personen die sich Pit Bulls ausschließlich als Statussymbol anschaffen, gehören zur Gruppe verantwortungsloser Besitzer, die niemals irgendeinen Hund halten sollten.

Bei den Pit Bull Rassen handelt es sich um intelligente und energievolle Hunde. Genau wie andere Rassen mit diesen Merkmalen (Border Collie, Pudel, Australien Cattle Dog, Dobermann, Labrador etc. ) müssen Pit Bulls ein Ventil für ihre Energie und Intelligenz bekommen.

Werden sie nicht im Hundesport oder in Arbeitsbereichen ausgebildet, erhält man einen unausgeglichen Hund. Dies führt zu Problemen nicht nur bei den Pit Bulls, sondern auch bei Pudel und Co.

Die Pit Bull Rassen neigen dazu dominant zu sein. Dominante Hunde werden ein Problem im Besitz von Menschen die sich mit Sozialverhalten nicht auseinandergesetzt haben oder nicht in der Lage sind konsequent zu sein.

Eine liebevolle, aber konsequente Erziehung ist ein MUSS.

Neben dem trainierten Grundgehorsam gehört für einen dominanten Hund dazu, dass:

  • erst auf Signal gefressen wird
  • Napf ohne Probleme wieder entfernt werden kann
  • der Knochen ausgehändigt wird
  • es nicht an der Leine gezogen wird
  • du als erstes durch die Tür gehst
  • du im allgemeinen vorne läufst
  • begehrte Ressourcen, wie das Sofa erst mit deinem Einverständnis betreten und auf deinem Wunsch wieder verlassen wird
  • du Einfluss auf deinen Hund hast, selbst wenn er von einem anderen Hund provoziert wird oder er einer fremden Person nicht traut. Du die Entscheidungsgewalt hast, wie auf die Situation angemessen reagiert werden soll.

Wird bei einem dominanten Pit Bull nicht auf die oben beschriebenen Punkte geachtet, wird der Hund anfangen selber Entscheidungen zu treffen und der Besitzer wird es schwer haben seinen Hund zu kontrollieren, beziehungsweise in kritischen Situationen Einfluss auf seinen Hund zu haben.

Bei einem unausgeglichener, unerzogener und dominanter Pit Bull werden Zwischenfälle mit anderen Hunden und Überreaktionen auf fremde Menschen die mit einem Biss enden könnten nicht auszuschließen sein.

HURRA!

Zum Glück gibt es seriöse Züchter, die ihren Fokus auf einen einwandfreien Charakter, Intelligenz, Athletik und Arbeitswillen gelegt haben und die Welpen ihre ersten Wochen in einem familiären Umfeld verbringen, bevor sie bei ihrem neuen Besitzer einziehen.

Diese Hunde werden gezüchtet um exzellente Leistung in Gehorsamkeitsprüfungen, Agility und im Gewichte ziehen zu erreichen. 

Pit Bulls sind liebevoll und verspielt im Umgang mit Artgenossen, Fremden Personen, Familie und Kindern. Sie sind auch bekannt für ihren “Wiggle-Butt”. Sie freuen sich so über Besuch, dass beim Wedeln mit der Rute der ganze Körper wackelt.

Alles was es braucht ist ein verantwortungsvoller Besitzer!

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